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Ergebnisse der MSIF-Online- Umfrage zum Thema Beziehungen, Intimität und Sexualität

Die Antworten auf eine Online-Umfrage auf der MSIF-Website (www.msif.org) haben gezeigt, was einige unserer Online-Leser über Sexualität und MS denken. Dreihundertsechsundsechzig Personen mit MS haben den Fragebogen ausgefüllt; davon haben 87% derzeit einen Partner.

Auswirkungen von MS auf die Beziehung

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass MS oder MS- spezifische Probleme deutliche Auswirkungen auf Beziehungen haben. Im Kasten finden Sie Details zu MS- spezifischen Problemen. Müdigkeit, Verlust der Libido und veränderte Empfindungen zählen zu den Faktoren, die aufgrund ihrer Auswirkung auf die Beziehung am häufigsten genannt wurden.

Veränderungen des Lebensstils/der Einstellung

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hat ihren Lebensstil oder ihre Einstellung geändert, um Intimität und Sexualität zu erhalten oder zu fördern. Da annähernd zwei Drittel der Teilnehmer angegeben haben, dass sexuelle Belange eine Auswirkung auf ihr Selbstbild haben, hat die Studie bestätigt, dass sexuelle Probleme einen beträchtlichen Einfluss darauf haben, wie eine Person über sich selbst als Frau oder als Mann denkt.

Kommunikation

Zwei Drittel der Teilnehmer haben Schwierigkeiten bei Gesprächen mit anderen (entweder einem Partner, Gesundheitspersonal oder anderen Personen) über MS- spezifische sexuelle Probleme erlebt.

Die Umfrage hat aufgezeigt, dass weniger als ein Drittel der Teilnehmer Beratung und Therapie in Anspruch genommen haben und dass annähernd zwei Drittel eine negative Erfahrung bei der Behandlung spezifischer Probleme gemacht haben.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass bei Menschen mit MS krankheitsbezogene Angelegenheiten, wie Symptome, eine relevante Auswirkung auf Beziehungen haben. Probleme im Bereich Intimität sind üblich, und ein offenes Gespräch ist von zentraler Bedeutung, um diese Probleme im Bereich Intimität und Sexualität anzugehen – selbst wenn nicht viele Menschen professionelle Hilfe suchen oder für spezifische Probleme eine Behandlung in Anspruch nehmen.

MS-spezifische Probleme, die Beziehungen beeinflussen

 

Müdigkeit

  • 63%

Verlust der Libido

  • 51%

Veränderte Empfindungen

  • 47%

Verringertes Selbstvertrauen in bezog auf Sexualität

  • 36%

Gefühl, weniger attraktiv zu sein

  • 33%

Störungen der Sinneswahrnehmung

  • 25%

Erektionsprobleme

  • 24%

Verringerte vaginale Lubrikation

  • 22%

Zu viele andere Probleme, um an Sex zu denken

  • 20%

Darm- oder Blasenprobleme

  • 19%

Gefühl gesellschaftlicher Isolation

  • 18%

Geringe Konzentrationsfähigkeit

  • 16%

Rollenveränderungen/Konflikte

  • 12%

Umgang mit Kathetern

  • 3%

Kulturelle Werte schaffen Erwartungen und führen zu Beurteilungen, die Sex behinder

  • 3%