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Gesundheitsfürsorge

Von großer Bedeutung ist eine kontinuierliche Überwachung des allgemeinen Gesundheitszustands. An MS-Erkrankte und ihre Pflegepersonen verwenden oft so viel Zeit auf die Krankheit selbst, dass für Vorsorgearbeit oft kaum noch Zeit übrig bleibt.

In der Tabelle finden Sie Reihenuntersuchungen, der sich eine Person je nach ärztlichem Rat regelmäßig unterziehen sollte. Die Notwendigkeit dieser Untersuchungen und deren erforderliche Häufigkeit können je nach Alter, Anamnese, ethnischer Zugehörigkeit und Familiengeschichte des Betroffenen verschieden ausfallen. Da es für die meisten dieser Untersuchungen keine international anerkannten Empfehlungen gibt, sollte hier die Empfehlung des Hausarztes den Ausschlag geben.

  • Überprüfung des Blutdrucks: Bei dieser Untersuchung wird ein kleines tragbares Instrument, die so genannte Druckmanschette (Sphygmomanometer), verwendet, die den Blutdruck in der Einheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) misst.
  • Selbstuntersuchung der Brust: Eine optische Untersuchung der Brust auf farbliche Veränderungen, Bildung von Hauteinziehungen bzw. eingezogene Brustwarzen, Hautvorwölbungen bzw. Vorwölbungen der Brustwarze und andere Auffälligkeiten.
  • Bruströntgen: Ein Röntgentest, bei dem unter kurzzeitiger Strahlenexposition der Brust ein Bild vom Brustkorb und den Brustorganen aufgezeichnet wird.
  • Koloskopie: Eine Untersuchung, bei der mithilfe eines flexiblen Endoskops die Innenfläche des Kolons (Dickdarm) gespiegelt werden kann.
  • Vollständiges Blutbild: Eine Berechnung der Zellelemente des Bluts, bei der die Ermittlung der Konzentration von weißen Blutkörperchen, roten Blutkörperchen und Blutplättchen im Blut im Vordergrund steht.
  • Vollständige Hautuntersuchung: Eine Untersuchung, die sowohl durch einen Gesundheitsexperten als auch durch den Betroffenen selbst durchgeführt wird. Sie dient der Entdeckung neuer Tumore und Ulzera sowie der Beobachtung von Muttermalen bzw. anderen Hautveränderungen in ihrer Größe, Form und Farbe.
  • Untersuchung zum Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung (KHK-Untersuchung): Eine Untersuchung zum Ausschluss den Bluttransport behindernder Verschlüsse der Koronararterien durch kontrollierte Belastung des Herzmuskels.
  • Digitale Rektaluntersuchung: Eine Untersuchung des Rektums. Der Arzt tastet das Rektum in einem mit Gleitmittel behandelten Handschuh auf Auffälligkeiten ab.
  • Zweienergie-Röntgenabsorptiometrie oder DXA-Methode (Knochendensitometrie): Ein Test mit einem Gerät (DX-Scanner), das zwei unterschiedliche Röntgenstrahlen erzeugt. Einen energiereichen und einen energiearmen Strahl. Für jeden Strahl wird die Strahlenmenge gemessen, die den Knochen passiert. Diese variiert in Abhängigkeit von der Knochendichte. Auf Grundlage der Differenz zwischen den beiden gemessenen Werten kann die Knochendichte ermittelt werden.
  • Elektrokardiogramm (EKG): Eine nichtinvasive Untersuchung, bei der die elektrische Herzaktivität über Elektroden an der Körperoberfläche gemessen und aus dieser Informationen über das Herz gewonnen werden.
  • Stuhltests auf okkultes Blut: An Stuhlproben durchgeführte chemische Tests zur Feststellung geringer Blutmengen (mit unbewaffnetem Auge nicht feststellbar), die durch schwache Blutungen von Kolonpolypen und Karzinomen in den Stuhl gelangen.
  • Nüchternblutzucker: Eine Messung der Menge Blutzucker in einer im nüchternen Zustand – meist morgens – entnommenen Blutprobe, i. d. R. zum Ausschluss von Diabetes mellitus.
  • Flexible Sigmoidoskopie: Eine Untersuchung des Rektums und des unteren Dickdarms auf Rektumblutung oder andere Auffälligkeiten mittels einer flexiblen Sonde, die vorsichtig in den Anus eingeführt und langsam über das Rektum bis in den unteren Dickdarmbereich vorgeschoben wird.
  • Leberenzym-Bluttest: Ein Bluttest, bei dem das Vorhandensein gewisser Leberenzyme nicht nur in den Leberzellen sondern vor allem im Blutkreislauf bestimmt wird.
  • Mammogramm: Eine Röntgendarstellung der weiblichen Brust, bei dem normale und anormale Gewebestrukturen dargestellt werden.
  • Munduntersuchung: Eine Untersuchung auf farbliche Veränderungen der Lippen, des Zahnfleischs, der Zunge oder des Mundraums sowie auf Schorfbildung, Risse, Entzündungen, weiße Flächen, Schwellungen oder Blutungen.
  • Zervixabstrich: Eine Untersuchung, bei der eine Zellprobe aus der Gebärmutterzervix (dem unteren Abschnitt der Gebärmutter bis zur Vagina) genommen und auf einen Objektträger abgestrichen wird. Die Zellprobe wird mikroskopisch auf Veränderungen untersucht, die auf eine Krebserkrankung hinweisen könnten.
  • Prostataspezifisches Antigen (PSA): Ein Bluttest zur Bestimmung der PSA-Menge (einem in der Prostata produzierten Protein) im Blut. Wird zum Ausschluss von Prostatakrebs ermittelt.
  • Testikel-Selbstuntersuchung: Eine Untersuchung auf Frühanzeichen von Hodenkrebs durch visuell-taktile Überprüfung auf neue Schwellungen oder andere Veränderungen.
  • Schilddrüsenszintigramm: Eine nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren, bei dem ein Bild von der Schilddrüse aufgezeichnet wird, in der sich ein zuvor verabreichtes Radioisotop verteilt hat.
  • Tuberkulose-Hauttest (PPD Skin Test): Eine Untersuchung, bei der ein gereinigtes Derivat des Tuberkuloseerregers in die Haut injiziert wird. Sie dient der Feststellung, ob es in der Genese bereits zu einer Tuberkuloseinfektion gekommen ist, was dann der Fall ist, wenn sich ein harter, erhabener Herd an der und um die Injektionsstelle bildet.
  • Harnuntersuchung: Eine Untersuchung des Urins, bei der Erkrankungen auch dann nachgewiesen werden, wenn diese mit einer kaum merklichen Symptomatik einhergehen.
  • Sehfelduntersuchung: Ein Verfahren zur Ermittlung des gesamten Gesichtsfelds einer Person, bei dem das Sehfeld für jedes Auge einzeln aufgezeichnet wird. Dient dem Ausschluss eines Glaukoms, einer Beschädigung des Sehnervs und / oder Beschädigung der Netzhaut.