Häufig gestellte Fragen

Die Herausgeberin, Michele Messmer Uccelli beantwortet Ihre Fragen zu nterschiedlichen Krankheitsverläufen bei MS

F. Ich bin 36 Jahre alt, männlich und komme aus Polen. 1999 wurde bei mir MS diagnostiziert. Ich habe erst vor kurzem erfahren, dass meine MS sekundär progredient ist. Warum haben die Ärzte in Polen mir damals nichts davon erzählt? Bei mir treten keinerlei Schübe, aber auch keine Verbesserungen auf. Werden meine Symptome bei dieser Form von MS einfach weiter so bestehen oder sich im Laufe der Zeit verschlimmern? Gibt es medizinische Studien dazu? Wie kann ich damit umgehen? Ich habe Familie und Kinder, die von mir abhängig sind.
A. Die sekundär progrediente MS wird als “sekundär” bezeichnet, da sie anfangs einem schubförmig remittierendem MS-Krankheitsverlauf folgt. Wenn Ihr Arzt Ihnen sagt, dass Sie sich derzeit in der sekundär progredienten MS-Phase befinden, dann bedeutet das vermutlich, dass Sie vorher eine RR-Phase durchlaufen haben, ohne das zu wissen. Unter Umständen war das bereits als Jugendlicher oder als junger Erwachsener bei Ihnen der Fall. Die Geschwindigkeit der Progression der sekundären MS und die individuell auftretenden Symptome können sich von Person zu Person grundlegend unterscheiden. Das bedeutet, dass einige Menschen mit SPMS einen höheren Grad der Behinderung erfahren werden als andere. Ihre nationale MS-Gesellschaft kann Sie darüber informieren, wie Sie mit der Erkrankung umgehen können und Ihnen auch Informationen über Medikamente zukommen lassen, die derzeit getestet werden, oder bei progressiver MS bereits im Einsatz sind. Sie wird Ihnen auch mitteilen, welche Unterstützung für Ihre Familie zur Verfügung steht.

F. Ich wurde mit CIS diagnostiziert und habe mit Interferon Beta begonnen. Ich habe seit zwei Jahren keinen zweiten Schub erfahren. Muss ich jetzt für den Rest meines Lebens Interferon einnehmen?
A. Sinn und Zweck von Interferon bei CIS ist es, die Umwandlung in eine klinisch definierte MS zu verzögern. Wenn Sie weiterhin Interferon einnehmen, dann erhöht sich diese Chance. Wir wissen bis jetzt nicht, wie lange Menschen mit CIS sich dieser Behandlung unterziehen sollten.