Besprechungen

The First Year: Multiple Sclerosis

Von Margaret Blackstone. Hrsg. Marlowe and Company, 2007.

ISBN -13 978-1-56924-261-2, ISBN -10 1-56924-261-5

Wenn man die Diagnose MS erhält, dann ist man oft traumatisiert und selten können Ärzte oder Neurologen gut damit umgehen. Dieses Buch zielt darauf ab, die Neu-Diagnostizierten zu informieren und ihnen Mut zu machen. Die Autorin, die selber an MS leidet, hat langjährige Erfahrung als medizinische Autorin und schreibt in einem einfach zu lesenden Stil.

Das Buch ist in eine Art Woche-für-Woche-Darstellung unterteilt und beschreibt die wichtigsten Informationen, die ein Patient über die MS und die Diagnose nach Meinung der Autorin erfahren sollte. Während es implizit davon ausgeht, dass man das Buch zum Zeitpunkt der Diagnose erwirbt, beweist das Inhaltsverzeichnis, dass dies nicht unabdingbar ist. Die meisten der grundlegenden Informationen, die hier vermittelt werden, sind direkt auf ein unerfahrenes Publikum ausgelegt. Beachten Sie dabei, dass das Buch für US-Leser geschrieben wurde. Die Details über Strukturen der Krankenversicherung und Bezüge auf gesetzlichen Schutz, den Menschen mit MS genießen, sind spezifisch amerikanisch.

Das Buch wird allen gefallen, die sich gerne von Anekdoten unterhalten lassen, die hier oft benutzt werden, um das Geschriebene zu veranschaulichen. Es liegt irgendwo zwischen den “Selbsthilfebüchern” und einem mehr medizinisch ausgerichteten Patientenratgeber. Obwohl eine Reihe wirklich nützlicher Informationen beschrieben werden, hat das Buch auch ein paar Schwächen.

Zum einen wäre es sicher sinnvoll, mehr Daten und Diagramme einzubinden. Es gibt keine stilisierten Illustrationen, z. B. der Neuronen oder der Rolle, die Myelin für das Nervengewebe spielt – und keine Tabellen, die über die Wirksamkeit verschiedener krankheitsverzögernder Behandlungsmethoden berichten oder diese miteinander vergleichen.

Zum anderen fühlt es sich ein wenig parteiisch an. Es gibt zum Beispiel keinen Hinweis auf Cannabis, das viele Menschen mit MS einsetzen, um die Symptome zu behandeln und worüber die meisten Neu-Diagnostizierten etwas wissen möchten. Eine einfaches Pro- und Contra-Kapitel wäre sinnvoll gewesen, ohne dabei unbedingt für eine nicht gesetzeskonforme Anwendung zu plädieren.

Manchmal liest es sich auch einfach zu platt. Zum Beispiel steht im Vorwort: “… ich meine damit, dass man zulassen sollte, dass MS einen verändert und dass Sie im Verlauf der Krankheit sicher stellen sollten, dass es Sie zum Besseren verändert, was geschehen wird, wenn sie es versuchen und wenn Sie es zulassen.” Derartiges Gefasel sollte in der nächsten Ausgabe ausgemerzt werden.

Buchrezension von Ian Douglas, Schatzmeister, MS-Gesellschaft Großbritannien Rezensenten schreiben als Privatpersonen.

ms.about.com

ms.about.com ist Bestandteil des Unternehmensportals about. com der New York Times.

Die eindeutige Sprache, die auf der ganzen Webseite verwendet wird macht es auch Nicht-Fachleuten einfach, alles zu verstehen. Die klare Beschreibung der MS, ihrer Symptome und die damit verbundenen Probleme für den Leser schnell und effizient in das Thema ein. Es gibt ein Glossar, das aber eigentlich fast nicht erforderlich gewesen wäre.

Diese Webseite kann Neu-Diagnostizierten mit MS helfen, die nach direkten, unkomplizierten Antworten auf ihre Fragen zu medizinischen und sensitiven Themen suchen. Medizinische Fachleute werden eher einen wissenschaftlicheren Ansatz bevorzugen.

Die Informationen werden von Dr. Julie Stachowiak präsentiert, die selbst MS hat. Dadurch kann sich der Leser schnell mit ihr identifizieren kann und vertraut ihren Aussagen.

Die meisten Inhalte beziehen sich auf MS-Diagnostik, Behandlungsmethoden, Symptome (auch diejenigen, die oft übersehen werden), alternative Behandlungsmöglichkeiten und Themen für Freunde und Verwandte. Die Seite ist einfach zu navigieren, die Information leicht auffindbar. Die meisten Themen können mit nur einem Klick als reines Textdokument dargestellt werden. Es gibt kleine Videos über die Auswirkungen von MS und über Ernährung.

Auf alle Artikel kann kostenlos zugegriffen wirden. Sehbehinderte Personen möchten den Text jedoch vielleicht lieber in einer größeren Schrift lesen, diese Möglichkeit gibt es auf dieser Seite noch nicht.

Die Webseite ist interaktiv gestaltet. Neben lesbaren Informationen werden Besucher auch dazu angeregt, Kommentare abzugeben und über einzelne Themen zu diskutieren.

Informationsquellen wie diese bieten manchmal unkonventionelle Behandlungsmöglichkeiten für MS an und man sollte diese mit entsprechender Vorsicht genießen. Hier gibt es nur wenige solcher Links und die Seite warnt auch vor denen, die nicht anerkannt sind.

Ich bin kein englischer Muttersprachler, aber die Inhalte waren leicht und unterhaltsam zu lesen.

Rezension von Pavel Zlobin, Vizepräsident der russischen MS- Gesellschaft.