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MSIF Forschungsprogramme

Internationale Studiengruppe MS bei Kindern

Die MSIF stimuliert und ermöglicht die internationale Zusammenarbeit und Kooperation in der Forschung über eine Reihe von wichtigen internationalen Programmen.

Kinder mit MS machen nur etwa 2-5% der MS- Bevölkerung aus. Wegen dieser geringen Zahlen gibt es bisher kaum Forschungsstudien und die Behandlungen wurden noch nicht systematisch für Kinder getestet oder zugelassen. Die MSIF spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Arbeit der International Pediatric Multiple Sclerosis Study Group (IPMSSG www. ipmssg.org), einer Gruppe von 150 Kinderneurologen, Wissenschaftlern und medizinischen Fachleuten, deren Ziel es ist, weltweit die Betreuung, Bildung und Forschungsarbeit im Bereich MS im Kindesalter zu optimieren.

Zwei führende Forschungsprojekte wurden von IPMSSG identifiziert: Die Entwicklung einer klinischen Datenbank basierend auf einem definierten, minimalen Datensatz, und eine multinationale Studie über Umwelteinflüsse und MS bei Kindern. Diese Studie wird über zwei Jahre in mehreren Ländern ausgeführt. Dabei werden 800 Kinder mit ersten Demyelinisierungssymptomen beobachtet, um die Beziehung zwischen Umweltrisikofaktoren (wie z. B. Vitamin D-Mangel, Folgen von mikrobiellen Infektionen und Schadstoffen) und das Risiko, MS zu entwickeln zu untersuchen.

Mit der der Problematik um die Entwicklung und Zulassung mehrerer neuer Medikamente für MS und dem Fehlen einer ausreichend großen MS-Gruppe von Kindern, um in allen Studien teilzunehmen, ist die sorgfältige Planung ein kritischer Faktor, um die Sicherheit und Effizienz der Studien zu gewährleisten und gleichzeitig die Zulassung neuer Medikamente, die Kindern und Jugendlichen mit MS helfen könnten, nicht unnötig zu verzögern. Im September 2010 hat die MSIF ein Meeting einberufen, um eine globale Konsensus-Erklärung vom IPMSSG in Bezug auf das aktuelle Wissen über die Behandlung von Kindern mit MS zu entwickeln und Empfehlungen für zukünftige klinische Studien vorzugeben. Diese Erklärung wird an Ärzte, Pharmakonzerne und regulierende Behörden, wie z. B. die Food and Drug Administration der USA und die Europäische Arzneimittelagentur weitergeleitet.

Die Koordination der Forschungsarbeiten

Im Jahr 2009 hat die MSIF ein Research Coordination Meeting (Meeting für die bessere Koordination der Forschungsarbeiten) einberufen und dabei wichtige Entscheidungsträger der medizinischen und wissenschaftlichen MS-Gemeinde eingeladen, um über globale Ausgaben für die MS- Forschung zu beraten, globale Prioritäten bei der Forschung zu vereinbaren und sich auf zukünftige Herausforderungen, Trends und Möglichkeiten vorzubereiten. Von der Gruppe wurden neun aktuelle Prioritäten identifiziert, weitere sechs für die Zukunft vereinbart.

Aktuelle:

  • Neuroprotektion und Reparatur
  • Stammzellentherapie
  • Genetik
  • Immunpathologie der MS
  • Umwelteinflüsse
  • Patientenregister
  • Klinische Studien
  • MS bei Kindern
  • Behandlung von Symptomen, Rehabilitation und Palliativversorgung

Zukunft:

  • Umwelteinflüsse (inkl. Vitamin D)
  • Pathologie – Gliose (Reparatur), axonale Schäden/ Einfluss der grauen Masse
  • Biomarker – MRT, CSF (Gehirn- Rückenmarksflüssigkeit) und Blut neue Behandlungsmethoden (darunter auch Stammzellentherapie)
  • Longitudinalstudien von potenziellen Risikogruppen für die Entwicklung von MS – Risikofaktoren und Umwelteinflüsse identifizieren
  • Progression – Risikofaktoren und Mechanismen

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